Tipps & Aktuelles

Gutschein-Lösung für gezahlten Reisepreise bei abgesagten Reisen wegen der Pandemie

 

 

Die Bundesregierung hat angekündigt, dass sie bei der EU-Kommission für eine unverzügliche, einheitliche europäische Lösung eintreten wird. Reiseveranstalter sollen die Möglichkeit bekommen, den Buchenden bei Pandemie-bedingten Absagen gebuchter Reisen anstelle der binnen 14 Tagen fälligen Erstattung einen Gutschein zu geben.

 

Der Gutschein soll bis 31. Dezember 2021 gültig sein. Wird er bis dahin nicht eingelöst, so ist der Wert zu erstatten. Diese Gutschein-Lösung knüpft die Bundesregierung an Bedingungen zur Absicherung der Kundengelder.

 

Sie bedarf zudem der Zustimmung der EU-Kommission.
 
Die Veranstalter rechnen zeitnah mit einer Entscheidung der Kommission und mit einer Präzisierung der Gutschein-Lösung durch die Bundesregierung.
 
Erst dann werden die meisten Veranstalter über eine Einführung von Gutscheinen entscheiden, denn Kunden, Vertriebspartner und Reiseveranstalter brauchen Rechtssicherheit.

 

 

 

Entscheidung über Durchführung der Mai-Reisen erst ab 20. April möglich

 

Nach der Einführung umfassender Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus sehen Politik und Wissenschaft die Tage rund um Ostern, also Mitte April, als geeigneten Zeitpunkt an, um eine Überprüfung der epidemiologischen Gesamtsituation in Deutschland vorzunehmen und über die Fortsetzung oder Abänderung der geltenden Einschränkungen zu entscheiden.

 

In diesem Kontext wurde am 27. März bekannt, dass die Bundesregierung nicht vor dem 20. April über eine mögliche Verlängerung der derzeit bis Ende April befristeten Warnung vor touristischen Reisen ins Ausland entscheiden wird. Medienberichten zufolge müsse dazu die Situation in den einzelnen Ländern und die Entwicklung des Flugverkehrs neu beurteilt werden.

 

In Reaktion auf die aktuell bis zum 30. April befristete Warnung des deutschen Auswärtigen Amtes vor touristischen Reisen haben die meisten Reiseveranstalter bereits alle Reisen mit Reisebeginn bis einschließlich 30. April abgesagt.

 

 

Aus rechtlichen Gründen müssen sich die Reiseveranstalter weiterhin – wie bisher in der Corona-Krise – bei der Entscheidung über Absage oder Durchführung unserer Reisen an den offiziellen Hinweisen des Auswärtigen Amtes orientieren.

Sie sind daher angehalten, die Entscheidung über die Durchführung der Reisen ab dem 1. Mai auf den Zeitpunkt zu verlegen, an dem die neue aktualisierte Lage-Einschätzung des Auswärtigen Amtes vorliegt.

 

Alltours
Der Veranstalter hat alle Flugpauschalreisen und Reisen mit individueller Anreise mit Abreise bis einschließlich 30. April abgesagt. Die Reisen werden von Alltours kostenlos storniert, die Kunden erhalten eine Bestätigung.
Bis vorerst 30. April bietet Alltours kostenlose Stornierungen und Umbuchungen auf alle Neubuchungen für den Reisezeitraum bis 31. Oktober an. Kostenlose Stornierungen und Umbuchungen sind bis 14 Tage vor Reiseantritt möglich. Ausgenommen sind Buchungen von Alltours-X und Byebye sowie Buchungen von Linienflügen.

Anex Tour/Öger Tours/Bucher Reisen
Die Veranstalter sagen alle Reisen mit Abreise bis zum 30. April 2020 ab.
Kunden mit Abreiseterminen bis zum 30. April, die auf einen späteren Termin umbuchen, erhalten bei Anex Tour, Bucher Reisen und Öger Tours einen „Solidaritätsbonus“ in Höhe von zehn Prozent des Reisepreises gutgeschrieben. Sie können also bei einer Umbuchung über 110 Prozent des ursprüngliches Reisepreises verfügen. Um Kunden dabei eine maximale Flexibilität zu gewähren, kann auf alternative Destinationen und Reisetermine bis zum 30. Juni 2021 umgebucht werden. Auch eine markenübergreifende Umbuchung ist möglich.

ASI Reisen
ASI Reisen sagt alle Reisen mit Start bis 30. April kostenlos ab.

Bentour Reisen
Alle bei Bentour gebuchten Reisen können bis zunächst 30. April 2020 nicht stattfinden. Bereits bestehende Pauschalreisen und Nur-Hotel-Buchungen mit Reiseantritt bis einschließlich 31. Mai können zum tagesaktuellen Preis kostenfrei umgebucht werden. Mit Linien- oder dynamischen Flügen gebündelte Pauschalreisen mit Reiseantritt nach dem 30. April 2020 sind von dieser Regelung derzeit ausgenommen.
Der Türkei-Spezialist bietet bis einschließlich 30. April für alle Neubuchungen eine kostenlose Stornomöglichkeit an. Diese gilt nur für Pauschalreisen des Veranstalters mit dem Reisedatum 1. April bis 31. Oktober. Ausgeschlossen sind dynamisch paketierte Reisen über BENX sowie Buchungen mit dynamisch paketierten Flügen.
Die Buchungen können bis zum 31. Mai, spätestens 14 Tage vor der Abreise, kostenlos storniert werden. Nach Stornierung im Buchungssystem muss dazu die Stornobestätigung von Bentour Reisen per E-Mail an storno@bentour.ch verschickt werden.

Chamäleon
Die Durchführung der Reisen mit Beginn bis 31. Mai kann nicht garantiert werden. Betroffene Kunden können ihre Reise bis 31. Dezember 2020 kostenlos umbuchen. Die umgebuchte Reise kann bis 31. Dezember 2021 begonnen werden.
Für Neubuchungen bis 31. Mai 2020 räumt der Veranstalter ein kostenloses Umbuchungsrecht bis zwei Monate vor der Abreise ein.

DER Touristik
Alle gebuchten Reisen bei DER Touristik mit dem Reisezeitraum bis 30. April 2020 sind abgesagt. Dies betrifft alle Reisen der Veranstaltermarken Dertour, ITS, Jahn Reisen, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen.
Kunden, die einen Urlaub mit Abreisedatum bis Ende Mai gebucht haben und diesen zeitlich verschieben möchten, können dies kostenlos bis zehn Tage vor Abreise tun.
Für Neubuchungen bis 30. April gibt bieten die Marken kostenfreie Stornierungs- und Umbuchungsregelungen. Dies betrifft Reisen für den Reisezeitraum bis 31. Oktober. Die kostenlose Stornierung oder Umbuchung muss bis spätestens 30. April 2020 erfolgen, danach gelten die Stornierungsgebühren der DER Touristik laut AGB. Nicht gültig ist die Regelung für X- und PAUS-Buchungen, Travelix, Bettenbanken-Hotels, DER Touristik Ticket Factory oder Reisen mit Linienflügen, Olympia, Dertour Sports live sowie Sonderanfragen für À la carte/ Dertour Deluxe.

Eberhardt Travel
Der Bus- und Pauschalreiseanbieter sagt bis 30. April 2020 alle Reisen ab. Eberhardt Travel gewährt auf Neubuchungen mit Abreise bis 31. Mai eine Option bis zum 22. Kalendertag vor Abreise. Für Neubuchungen mit Abreise bis 1. Juni ist eine Reservierung bis 30. April möglich. Bis zum Ablauf der Optionsfrist können diese Kunden kostenfrei von der Reservierung zurücktreten.

ETI
Der Frankfurter Veranstalter wird bis einschließlich 30. April keine Reisen durchführen. Die Reisen können kostenlos storniert oder kostenlos auf einen späteren Zeitpunkt zwischen dem 1. Juli 2020 und dem 31. Oktober 2021 umgebucht werden. Alternativ können Kunden einen Gutschein für eine Pauschalreise oder eine Hotelbuchung (ohne Flug) wählen, gültig für Abreisen bis 31. Oktober 2021. Für alle Abreisen ab 1. Mai gelten die allgemeinen Reise- und Stornobedingungen.

Fit Reisen
Reisen sind bis 15. April abgesagt. Alle Reisen (Hotel only) mit Anreise bis 31. Mai sind ohne Umbuchungsgebühren umbuchbar. Gäste können entweder auf einen Wunschtermin im Herbst oder Winter oder auf unbestimmte Zeit umbuchen.

FTI Group
Auch die FTI Group hat alle Reisen bis zum 30. April aktiv abgesagt.
Mit der „Sorglos umbuchen“-Aktion können Gäste bei der Veranstaltermarke FTI Touristik ihren geplanten Urlaub auf einen späteren Zeitpunkt bis in die Wintersaison 2020/2021 verschieben. Dies betrifft alle Buchungen mit Abreise im Zeitraum zwischen 1. April und 30. Juni 2020. Die Umbuchung muss dabei bis spätestens zehn Tage vor Abreise erfolgen. Der späteste Rückreisetermin des „neuen“ Urlaubs muss der 30. April 2021 sein. Die systemseitige Umbuchungsgebühr in Höhe von 30 Euro beziehungsweise 50 Euro pro Person erlässt FTI seinen Kunden.

Gebeco/Dr. Tigges
Alle Abreisen bis 30. April wurden von dem Studien- und Erlebnisreisespezialisten abgesagt. Gästen mit Abreisen bis 15. Mai bietet Gebeco kostenlose Umbuchungen an.
Kunden der beiden Kieler Veranstalter können alle Neubuchungen, die bis zum 30. April mit Abreise in diesem Jahr getätigt werden, bis 60 Tage vor Abreise kostenlos stornieren oder umbuchen. Die Regelung gilt für alle Reisen mit Ausnahme von Erlebnis-Kreuzfahrten und Flüge zu Sonderbedingungen.

I.D. Riva Tours
Der Kroatien-Spezialist hat alle Reisen bis 30. April abgesagt.

Ikarus Tours
Reisen sind bis 30. April abgesagt.
Bei Ikarus gelten folgende Regelungen: Für Neubuchungen seit dem 7. März und bis 30. Juni (Reiseantritt bis 30. September) besteht ein Sonderkündigungsrecht. Bis zum Ablauf der Zehn-Prozent-Stornofrist, die in der Regel 65 Tage vor Reiseantritt liegt, können Reisen kostenlos storniert werden. Dies gilt für Touren aus den Reiseprogrammen „Ferne Welten“. Ausgenommen sind Schiffsreisen, Kooperationstouren und Reisen mit einem höheren Eingangsstornosatz. Zudem bietet der Veranstalter kostenlose Umbuchungen für viele Asien-Gruppenrundreisen bis 45 Tage vor Abreise an. Zu den eingeschlossenen Ländern zählen Iran, Indien, Nepal, Bhutan, Sri Lanka, Vietnam, Laos, Kambodscha, Thailand, Myanmar, Philippinen, China und Indonesien.

JT Touristik
Der Berliner Veranstalter sagt alle Reisen mit Abreise bis 30. April 2020 ab.

Lernidee Erlebnisreisen
Bis zum 30. April sind sämtliche Reisen abgesagt.
Für Neubuchungen seit dem 5. März und bis 30. April bietet Lernidee für Abreisen bis 31. Oktober kostenlose Stornierungen bis zwei Monate vor Reisebeginn an. Die Regel gilt für alle Kategorien aus den Bereichen Zug-, Schiffs- und Kleingruppenreisen. Ausgenommen sind Reisen der Marken Belvelo und Slow Down Travel. Wer bereits gebuchte Reisen nach China und Italien stornieren möchte, zahlt bis 30. April 15 Prozent Stornogebühren.
Zudem bietet Lernidee eine kostenlose Umbuchung auf eine gleichwertige Reise aus dem Portfolio bis 31. März 2021 an. Für alle anderen Destinationen werden aktuell die normal anfallenden Stornokosten angesetzt.

LMX Touristik
Die Leipziger werden bis einschließlich 30. April keine Reisen durchführen.

Miller Reisen
Bis 30. April sind alle Reisen des Lateinamerika-Spezialisten abgesagt.

Olimar
Der Portugal- und Südeuropa-Spezialist Olimar hat alle Reisen bis zum 30. April abgesagt.
Reisen im Mai können kostenlos umgebucht werden, sofern keine Leistungen betroffen sind, die keine Umbuchungen zulassen, beispielsweise tagesaktuelle Flüge und Hotels mit Sondertarifen.

Schauinsland-Reisen
Die Duisburger sagen alle Reisen bis einschließlich 30. April ab. Die Reisen werden kostenlos storniert, Reisebüros und Kunden informiert.
Reisebüros können über ihr CRS zielgebietsübergreifend und kostenfrei – also ohne Umbuchungsgebühren zum tagesaktuellen Preis – innerhalb der Sommersaison und auf bereits freigeschaltete Ziele Winter 2020/2021 umbuchen. Das neue Abreisedatum darf um bis zu 120 Tage vom Ursprungsdatum abweichen. Pro Vorgang sind technisch zwei Umbuchungen möglich.
Aus technischen Gründen sind Umbuchungen mit Linienfluganteil, Kreuzfahrt-Kombis und Buchungen mit Schnittstellenhotels nur über unsere Reservierung möglich.
Diese Regelung gilt ausschließlich für Pauschalreisen von Schauinsland-Reisen. SLRD ist davon ausgeschlossen.

Studiosus
Studiosus hat alle Reisen mit Abreise bis zum 30. April abgesagt. Eine Entscheidung über die Durchführung der Mai-Reisen ist erst ab 20. April möglich.

Troll Tours
Für alle Abreisen mit Abreisedatum bis 30. April entscheidet der Nordland-Spezialist sukzessive, ob die Reisen abgesagt werden müssen. Bei vielen Reisen können Kunden laut Geschäftsführer Andre Ricken unkompliziert und ohne Gebühren umbuchen. Troll Tours sage erst kurz vor Reisebeginn ab, „damit die Kunden und Reisebüros möglichst viel Zeit haben, umzubuchen und die Reisen mit der zustehenden Provision zu 'retten'“, so Ricken.

TUI
TUI setzt das weltweite Reiseprogramm bis einschließlich 30. April aus.
Für alle Abreisen im Mai bietet TUI gebührenfreie Umbuchungen an. Kunden haben bei einer Umbuchung die Auswahl aus dem kompletten TUI-Portfolio und können sowohl das Reiseziel als auch die Saison ändern sowie weitere Leistungen hinzubuchen.  Davon ausgenommen sind Reisen von XTUI, FLY & Mix, TUI Ticket Shop sowie Veranstaltungstickets.

Vtours
Der Dynamic-Packaging-Spezialist hat alle Reisen bis zum 30. April abgesagt.

Wikinger Reisen
Bis Ende April hat der Hagener Spezialist alle Touren abgesagt. „Wir werden auch die bis Ende Mai absagen müssen", heißt es. Die betroffenen Gäste buche man nach Möglichkeit auf den Sommer oder Herbst um. Man prüfe individuell jede Buchung und versuche, in möglichst vielen Fällen eine kostenfreie Umbuchung zu realisieren. (jt)

 

 

So eine Situation gab es noch nie: Wegen der weltweiten Coronavirus-Krise ist derzeit offen, ob Reisen im Sommer wieder stattfinden können. Bislang haben viele Veranstalter zunächst alle Reisen bis Ende April abgesagt und erstatten den Reisenden das Geld von ihrer Seite ohne Gebühren zurück. Viele Menschen sind aber schon einen Schritt weiter und fragen sich wegen Corona aktuell, wie es eigentlich um ihren Sommerurlaub steht: Was ist mit dem Urlaub auf Mallorca im Mai oder Juni? Wird die Reise an die Adria im Juli planmäßig stattfinden? Das Problem ist: Niemand weiß, wie sich die Lage entwickeln wird. 

 

Corona-Pandemie: Reisebranche kann nur abwarten

 

Auch die Reisebranche kann aufgrund der Pandemie derzeit nur abwarten: „Durch die dynamische Verbreitung des Coronavirus gerät die gesamte Reisewirtschaft in eine nie da gewesene Krisensituation, die sie selbst nicht zu verantworten hat und die sie auch nicht durch eigene unternehmerische Entscheidungen beeinflussen kann“, sagt der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig.

 

Kostenlose Stornierungen des Sommerurlaubs derzeit nicht möglich

 

Ähnlich sehen es die Reiseveranstalter selbst: „Wir haben einfach noch keine belastbaren Informationen. Eine langfristige Prognose ist sehr schwierig“, zitiert der „Focus“ die Leiterin des Sicherheits- und Krisenmanagements beim Anbieter DER Touristik, Melanie Gerhardt. „Wir bereiten uns intensiv vor auf die Zeit, in der die Menschen wieder reisen können und wollen.“

 

Derzeit gelte mit Blick auf die Sommerferien: „An bestehenden Buchungen für den Sommer ändert sich erst einmal nichts“, so Gerhardt. Bisher gehe man davon aus, den Betrieb in einigen Wochen wieder starten zu können.

 

Stornieren oder abwarten? Das sind die Konsequenzen

 

Trotzdem: Viele Reisende überlegen, ob sie wegen Corona den Urlaub im Sommer stornieren oder ob sie abwarten sollen.

 

Storno-Kosten bei bereits bestehenden Buchungen

 

Wer den vor Längerem gebuchten Sommerurlaub stornieren will, muss wissen: Er kann auch in Zeiten von Corona nicht kostenlos storniert werden; das gilt für FTI ebenso wie für Tui, Alltours, Schauinsland, Gebeco und Co. Daher sollten unbedingt die Stornierungs- und Umbuchungs-Bedingungen des Reiseveranstalters, der Airline oder der Unterkunft geprüft werden. 

 

Die Storno-Kosten liegen durchschnittlich bei 20 bis 30 Prozent, kurz vor Reisebeginn sogar bei bis zu 90 Prozent oder höher. Kurzum: Wer früher storniert, zahlt in der Regel niedrigere Stornierungskosten. 

 

Anders sieht es bei Reisen aus, die seit März neu gebucht worden sind oder die noch gebucht werden. Denn hier räumen etliche Reisekonzerne Kunden die Möglichkeit ein, kostenlos zu stornieren. 

 

Abwarten: Das sind die Szenarien

 

Lieber abwarten und schauen, wie sich die Lage bis zum Sommer entwickelt? Welche Szenarien dann möglich sind, erklärt das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ):

 

1.      Die Reise findet statt und die Lage hat sich so weit beruhigt, dass du die Reise antreten kannst. Konsequenz: In diesem Fall bleibt alles beim Alten. 

 

2.      Die Reise findet statt, du willst sie aber trotzdem nicht antreten. Konsequenz: Dann können hohe Storno-Kosten auf dich zukommen. 

 

3.      Die Reise wird vom Reiseanbieter storniert. Konsequenz: Du bekommst dein Geld zurück.

 

Reiseveranstalter bitten: Nicht stornieren, lieber umbuchen

 

Die Reisewirtschaft appelliert an Urlauber, lieber umzubuchen statt zu stornieren, denn die Corona-Krise hat enorme negative Folgen: Der Umsatzausfall bei den deutschen Reiseveranstaltern und Reisebüros summiert sich nach Hochrechnungen des DRV allein von Mitte März bis Ende April 2020 auf mehr als 4,8 Milliarden Euro – und der Finanzbedarf wird weiter steigen, wenn die Krise andauert.

 

Denn: Veranstalter müssen Geld an die Kunden zurückzahlen, diese zögern mit Neubuchungen. Damit fehlt Liquidität in den Unternehmen. Deshalb fordert DRV-Präsident Fiebig auch: „Ein Schutzschirm für die Reisewirtschaft ist jetzt dringend notwendig. Die Politik ist gefordert, diese Umsatzausfälle mit einer Beihilfe auszugleichen.“

 

Alternativ könnten die Kunden erst einmal auf die Barauszahlung der bereits bezahlten Reisekosten verzichten und stattdessen eine Reisegutschrift des Veranstalters erhalten – inklusive Staatsgarantie. Diese könne dann zu einem späteren Zeitpunkt – wenn sich die Situation wieder normalisiert hat – eingelöst werden.

 

 

 

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Condor soll für neuen Eigentümer Lot Europa erobern

 

Deutschlands größter Ferienflieger ist gerettet. Die staatliche Holding von Lot Polish Airlines kauft Condor und will mit ihr in ganz Europa wachsen. Die Reiseveranstalter atmen auf, denn ihnen bleibt ihr wichtigster Flugpartner erhalten. Der durch die Bundesregierung verbürgte Überbrückungskredit kann nun pünktlich zurückgezahlt werden.

 

 

 

Die vergangene Nacht wurde durchverhandelt, heute um 8:25 Uhr setzen die Partner ihre Unterschrift unter den Vertrag: Die staatliche Polish Aviation Group (PLG), Mutter von Lot Polish Airlines, übernimmt Condor und sichert damit ihre Zukunft. „Die Zeit der Unsicherheit ist zu Ende“, sagte PLG-Chef Rafal Milczarksi auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz.

 

PLG übernimmt die ehemalige Thomas-Cook-Tochter als Ganzes. „Condor wird nicht nur überleben, sondern mit uns stark wachsen“, betonte Milczarksi. Er will daraus den größten Ferienflieger Europas machen. Condor soll in neuen Quellmärkten aktiv werden. Gedacht ist etwa an Ungarn, wo Lot in Budapest ein Drehkreuz aufbaut, Österreich und die Schweiz.

 

Den Kaufpreis wollte Milczarksi nicht nennen. Er versicherte aber, dass Condor den Überbrückungskredit des Bundes über 380 Millionen Euro pünktlich am 15. April zurückzahlen werden. Derzeit fliegt Condor unter einem Schutzschirm des Insolvenzrechts. Stimmt die Gläubigerversammlung im März dem PLG-Deal zu, kann das Unternehmen diesen Status hinter sich lassen und mit ihrem neuen Eigentümer durchstarten.

 

Condor-Chef Ralf Teckentrup gab sich erleichtert und dankte Kunden, Veranstaltern und Reisebüros für das große Vertrauen, dass dem Carrier entgegengebracht worden sei. Ohne das und das Engagement der Mitarbeiter hätte der Ferienflieger keine Zukunft gehabt. „Wir sind mit einem Sitzladefaktor von 90 Prozent weitergeflogen, als ob nichts passiert wäre.“ Condor sei nun sicher. „Jetzt muss der Deal abgeschlossen und genehmigt werden.“

 

Milczarksi hat indes schon Pläne. Die betagten Langstreckenjets von Condor sollen durch neue Dreamliner ersetzt werden. Der PLG-Chef denkt daran, 20 Maschinen dieses Typs für Condor zu bestellen. Das werde nach und nach passieren, in zwei bis drei Jahren soll die neue Flotte stehen. Dass Milczarksi das stemmen kann, hat er mit Lot bewiesen. Der polnische Nationalcarrier ist in vier Jahren um 100 Prozent gewachsen und betreibt eine der modernsten Flotten Europas.

 

 

Quelle: Fachzeitschrift

 

 

 

 

Tourismus: Thomas-Cook-Pleite kostet Bund mehr als 263 Millionen

 

Die Bundesregierung will mit Steuergeldern den Kunden der insolventen deutschen Thomas Cook helfen. Das Justizministeriums hat jetzt die fällige Gesamtsumme errechnet.

 

23. Januar 2020, 19:46 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa,

 

 

 

Das Logo des britischen Reisekonzerns Thomas Cook an der Zentrale des deutschen Ablegers in Oberursel (2019) © Silas Stein/dpa

 

Die Insolvenz des Reiseveranstalters Thomas Cook kostet den deutschen Steuerzahler Millionen: Die geplanten Bundeshilfen für Pauschalreisekunden belaufen sich nach Einschätzung des Justizministeriums auf mehr als 263 Millionen Euro. Das geht aus Unterlagen für den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor. In dem Betrag enthalten sind neben 225 Millionen Euro Erstattungsleistungen auch Kosten für Rechtsberatung und die Abwicklung der Zahlungen.

 

Die Bundesregierung hatte entschieden, für die Schäden der Reisenden einzuspringen, die von der Zurich Versicherung nicht beglichen werden. Da die Versicherungssumme nicht für den Gesamtschaden ausreicht, bekommen Betroffene nur einen Teil erstattet. Die Quote liegt bei 17,5 Prozent.

 

Nur durch zügige Zahlung könnten Klagen und eine Prozesslawine vermieden werden, schreibt die parlamentarische Finanzstaatssekretärin Bettina Hagedorn an den Ausschuss. Eine Klage sei dem Justizministerium bereits zugestellt worden.

 

Wie genau die Verbraucher an das Geld vom Staat kommen sollen, ist noch offen. Den Unterlagen zufolge sollen die Kunden ihre Buchungsdaten, Zahlungsnachweise und Sicherungsscheine auf einer Internetseite hochladen können. Entschädigt werden vor allem Reisende, die ihren Urlaub nicht antreten konnten, aber schon ganz oder teilweise bezahlt hatten.

 

Zurich geht von einem Gesamtschaden in Höhe von 287,4 Millionen Euro aus, von Thomas Cook versichert sind aber nur 110 Millionen Euro. Die Versicherung zieht von den 110 Millionen zudem 59,6 Millionen Euro ab, die sie für die Heimholung von etwa 140.000 Urlaubern aufgewendet hatte. Das Bundesjustizministerium kritisiert dieses Vorgehen. Zurich hat Mitte Januar mitgeteilt, dass derzeit rund ein Viertel der insgesamt rund 220.000 registrierten Schadenfälle abschließend auf Basis der 17,5-Prozent-Quote reguliert worden sei.

 

 

 

Thomas Cook Insolvenz:

Aktuelle Info Thomas Cook Touristik GmbH:

 

"Alle Reisen (ohne Linienflug)  mit Abreise bis zum 31.10.20 sind abgesagt. Über die Reisen mit Abreise ab dem 01.01.20  wird nun in Abstimmung mit der Insolvenzversicherung die weitere Vorgehensweise entschieden. Buchungen können derzeit leider nicht geändert oder storniert werden." (Quelle: Vertriebsinfo Thomas Cook Touristik GmbH)

 

Ihre Forderungen über Ihren gezahlten Reisepreises (Thomas Cook Touristik GmbH, Bucher Reisen, Air Marin, Neckermann Reisen und Öger Tours) müssen Sie auf schnellsten Weg bei der  Kaera Aktiengesellschaft in Oberursel geltend machen (Telefon: 06172-99761123, Fax: 06172-9976110, Email: info@kaera-ag.de, Kaera Aktiengesellschaft, Industriestrasse 4-6, 61440 Oberursel)

 

Leider ist dies lt. Versicherung nur direkt online auf dessen Internetseite möglich:

 

http://www.kaera-ag.de/geschaeftsfelder/abwicklungsstelle/insolvenzthomascook/index.htm

 

Sie müssen u.a. dort folgende Dokumente hochladen:

  • vollständige Buchungsbestätigung des Reiseveranstalters
  • Nachweis über die Anzahlung des Reisepreis
  • Nachweis über die Restzahlung des Reisepreis
  • Erklärung und Unterschriften der Reisenden zur Zahlung der Kundengelder
  • Sicherungsschein

 

Da diese Seite in nächster Zeit stark genutzt werden wird, probieren Sie es bitte mehrfach, falls sie die Seite nicht erreichen.

Wenn Sie trotz alledem in den Urlaub möchten, geben Sie uns bitte Bescheid, damit wir Ihnen eine neue Reise suchen können.

 

Bitte bedenken Sie jedoch, dass die Rückzahlung Ihrer geleisteten Gelder einige Monate dauern kann und uns nachfolgendes seitens der Versicherung  mitgeteilt wurde: Übersteigen die in einem Geschäftsjahr (01.11. – 30.10.) von einem Kundengeldabsicherer insgesamt zu erstattenden Beträge den Höchstbetrag von 110 Mio. EUR, so verringern sich die einzelnen Erstattungsansprüche in dem Verhältnis, in dem ihr Gesamtbetrag zum Höchstbetrag steht. In diesem Fall erhalten Sie eine anteilige Erstattung.

 Die Absicherung besitzt nur die Gültigkeit für eine gebuchte Pauschalreise. Eine Pauschalreise besteht aus mindestens zwei Reisearten (z.B. Transport und Unterkunft)

Nicht versichert sind gebuchte Einzelleistungen wie z.B. Nur Flug oder nur Hotelbuchungen

 

 

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Reisebüro Pilz


Fuldaer Straße 74

99423 Weimar

Fon: 03643-776716

Email: urlaub@reisebuero-pilz.de

 

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